Schriftliche Prüfung

Der Prüfungsort, Beginn der Prüfung sowie weitere Informationen werden allen Teilnehmern, die Aufsichtsarbeiten zu fertigen haben, spätestens einen Monat vor der schriftlichen Prüfung mitgeteilt.

Die Aufsichtsarbeiten werden in der Reihenfolge

- Verfahrensrecht und andere Rechtsgebiete

- Ertragssteuern

- Buchführung und Bilanz

geschrieben. Die Bearbeitungszeit beträgt jeweils 6 Stunden.

Hinweise zur schriftlichen Prüfung entnehmen Sie bitte den §§ 19, 20 und 23 DVSTB.

Schriftliche Prüfung für die Jahre 2013 - 2019

Hilfsmittel

Für den schriftlichen Teil der Steuerberaterprüfung werden als Hilfsmittel Textausgaben (Loseblatt-Sammlung oder gebunden) beliebiger Verlage zugelassen. Mindestens benötigt werden die Texte folgender Gesetze einschließlich ggf. hierzu erlassener Durchführungsverordnungen und Richtlinien:

  • Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, Verwaltungszustellungsgesetz
  • Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz
  • Umsatzsteuergesetz
  • Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz
  • Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz
  • Außensteuergesetz
  • Investitionszulagengesetz
  • Grunderwerbsteuergesetz, Grundsteuergesetz
  • Bürgerliches Gesetzbuch, Handelsgesetzbuch, Aktiengesetz, GmbH-Gesetz
  • Steuerberatungsgesetz

Es liegt in der Verantwortung der Bewerber, dafür Sorge zu tragen, dass ihnen neben dem aktuellen Rechtsstand des Prüfungsjahres die vorgenannten Vorschriften auch in der für das vorherige Kalenderjahr geltenden Fassung zur Verfügung stehen. Sofern bei der Lösung einzelner Aufgaben ein anderer Rechtsstand maßgeblich ist, werden die entsprechenden Rechtsvorschriften dem Aufgabentext als Anlage zugefügt.

Die Textausgaben dürfen weitere Gesetzestexte, Verwaltungsanweisungen der Finanzbehörden, Leitsatzzusammenstellungen, Fußnoten und Stichwortverzeichnisse enthalten. Fachkommentare sind ausdrücklich nicht zugelassen.

Die jeweiligen Textausgaben sind von den Bewerbern selbst zu beschaffen und zur Prüfung mitzubringen. Sie dürfen außer Unterstreichungen, Markierungen und Hilfen zum schnelleren Auffinden der Vorschriften (sog. Griffregister) keine weiteren Anmerkungen oder Eintragungen enthalten. Die Griffregister dürfen Stichworte aus der Überschrift und Paragraphen enthalten. Eine weitere Beschriftung ist nicht zulässig.

Das Mitführen von Mobiltelefonen ist ebenfalls verboten. Eine Zuwiderhandlung wird als Täuschungsversuch angesehen (§ 23 (1) DVStB). Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Erlass über die Hilfsmittel für den schriftlichen Teil der Steuerberaterprüfung zugelassenen Textausgaben (siehe Kasten auf der rechten Seite!)

Gebühren

Die Prüfungsgebühr in Höhe von € 1.000,00 muss bis spätestens 31. Juli des Jahres bei der Steuerberaterkammer eingegangen sein. Wird die Gebühr nicht rechtzeitig gezahlt, so gilt dies als Verzicht auf die Zulassung zur Steuerberaterprüfung gem. § 39 (2) StBerG. Die Fälligkeit der Gebühr sowie die Bankverbindung erhalten alle Teilnehmer mit dem Zulassungsschreiben zur Steuerberaterprüfung.

Bei Rücktrittserklärungen, die bis zum 15. September des Jahres eingehen, erfolgt eine Erstattung der Prüfungsgebühr in voller Höhe.

Bei Rücktrittserklärungen, die nach dem 15. September bis zum letzten Tag der schriftlichen Prüfung erfolgen, erfolgt eine Erstattung der Prüfungsgebühr in Höhe von € 500,00.

Bewertung der Aufsichtsarbeiten

Jede Aufsichtsarbeit wird von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses persönlich bewertet. Für die schriftliche Prüfung wird eine Gesamtnote gebildet, die sich aus der Summe der einzelnen Noten, geteilt durch deren Zahl, errechnet. Für die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen werden sechs Notenstufen gebildet. Es bedeuten

  • Note 1 / sehr gut /eine hervorragende Leistung
  • Note 2 / gut / eine erheblich über dem Durchschnitt liegende Leistung
  • Note 3 / befriedigend / eine Leistung, die in jeder Hinsicht durchschnittlichen Anforderungen gerecht wird
  • Note 4 / ausreichend / eine Leistung, die, abgesehen von einzelnen Mängeln, durchschnittlichen Forderungen entspricht
  • Note 5 / mangelhaft / eine an erheblichen Mängeln leidende, im Ganzen nicht mehr brauchbare Leistung
  • Note 6 / ungenügend / eine völlig unbrauchbare Leistung

Eine nicht abgegebene Aufsichtsarbeit wird mit "ungenügend" bewertet.

Das Ergebnis der schriftlichen Prüfung wird jedem Teilnehmer schriftlich bekannt gegeben. Wir bitten von telefonischen Anfragen vorab abzusehen; diese werden nicht beantwortet. Der Teilnehmer ist von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen, wenn die Gesamtnote für die schriftliche Prüfung die Zahl 4,5 übersteigt. Er hat in diesem Fall die Prüfung nicht bestanden.

Prüfungserleichterung

Bewerberinnen und Bewerbern, die wegen Abweichungen ihrer körperlichen Funktionen von dem für das Lebensalter typischen Zustand behindert im Sinne des § 2 (1) Satz 1 SGB IX sind, werden auf (schriftlichen) Antrag für die Fertigung der Aufsichtsarbeiten der Behinderung entsprechende Erleichterungen gewährt (§ 18 (3) DVStB). Der Antrag soll unter Beifügung einer amtsärztlichen Bescheinigung zusammen mit dem Antrag auf Zulassung zur Steuerberaterprüfung gestellt werden.

Die amtsärztliche Bescheinigung soll eine Diagnose aufgrund der amtsärztlichen Untersuchung sowie einen Vorschlag des Amtsarztes über Art und Umfang der bei einer Aufsichtsarbeit von sechsstündiger Dauer aufgrund der festgestellten Beeinträchtigung angemessenen zu gewährenden Erleichterung erhalten.